Naturpark Nuthe-Nieplitz entdecken

Der Naturpark Nuthe-Nieplitz ist nur zwanzig Kilometer entfernt vom südlichen Stadtrand Berlins. Es ist ein wunderschönes Naturgebiet, das zur Erholung einlädt. Seen, Wälder, Feldfluren und ein offener weiter Himmel laden zu Entdeckungstouren ein. Darüber hinaus kann man hübsche Ortschaften und Kleinstädte wie Trebbin oder Treuenbrietzen besuchen. Und das beliebteste Gemüse der Deutschen, der Spargel, gedeiht rund um die Spargelstadt Beelitz. Wir waren zu einem Frühlingsbesuch dort.

Frühlingsblüten im Naturpark Nuthe-Nieplitz
Frühlingsblüten im Naturpark Nuthe-Nieplitz

Der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in den Naturpark ist das NaturParkZentrum am Wildgehege Glauer Tal. Es wird vom Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. betrieben. Hier erhalten Besucher einen ersten Eindruck vom Gebiet und bekommen Tipps für eigene Unternehmungen. Im Wildgehege auf dem Gelände eines ehemaligen russischen Truppenübungsplatzes lebt Damwild, Rotwild und Mufflons. Die Lebensräume des durch die militärische Nutzung entstandenen Offenlandes werden durch die Beweidung mit Wildtieren erhalten. Auf einem langen oder einem kürzeren Rundweg kann man die Natur genießen und mit etwas Glück auch Wildtiere beobachten. (Fernglas nicht vergessen!)

Naturpark Nuthe-Nieplitz Ideal für Naturbeobachtungen ist auch der Bohlensteg am Blannkensee
Ideal für Naturbeobachtungen ist auch der Bohlensteg am Blannkensee.

Natur beobachten im Naturpark Nuthe-Nieplitz

Die Glauer Berge, ganz in der Nähe des Naturparkzentrums, bieten sich für eine interessante und nicht allzu lange Wanderung an. Wer gerne am Wasser ist und dort Vögel beobachten möchte, sollte unbedingt nach Blankensee fahren und den dortigen Bohlensteg besuchen. Dort können Gänse, Reiher, Haubentaucher, Kormorane und andere Vögel beobachtet werden. (Interessant auch zur Zeit des herbstlichen Vogelzuges!) Und der kleine Ort Blankensee ist auch sehenswert. Für Vogelbeobachtungen geeignet ist auch die Gegend um Stangenhagen. Vom Ort aus geht es am Pfefferfließ entlang zur Gänselake und zum Schwanensee. (> Beobachtungsturm) Der Riebener See ist ebenfalls ein Tipp zur Beobachtung von Wasservögeln. Von einem Steg aus kann man die Vogelwelt anschauen. Biber hinterlassen im Naturpark Nuthe-Nieplitz auch ihre Spuren. Mit ein bisschen Glück entdeckt ihr auf euren Spaziergängen vielleicht die Fraßspuren an Bäumen oder eine Biberburg.

Idyllisches Blankensee

Blankensee ist ein wirklich idyllischer Ort am gleichnamigen See. Besonders sehenswert sind die Dorfkirche von 1706/10 und das Bauernmuseum. Das Bauernmuseum befindet sich im ältesten Haus des Ortes aus dem Jahr 1649. Es handelt sich um ein märkisches Mittelflurhaus. Im Museum kann man eine kleine aber wirklich sehenswerte Sammlung von Ausgrabungsstücken und Funden aus der frühen Besiedelung der Region ansehen. Außerdem gibt es Einrichtungsgegenstände, Kleidung und vieles mehr aus dem Leben der Menschen vor ca. 200 Jahren zu sehen. In der Museumsschänke kann man gemütlich essen gehen. Außerdem sollte man sich den Schlosspark mit dem kleinen Schloss ansehen. Interessant ist auch die alte Gutsschmiede.

Für den Ort Blankensee sollte man sich, wie natürlich für die ganze Region, etwas Zeit nehmen. Eine Veranstaltung wie die 48-Stunden Nuthe Nieplitz vermittelt einen guten Einblick in die äußerst reizvolle Landschaft direkt vor den Toren Berlins.

Goslar, ein Besuch in der Harzstadt

Goslar, die Weltkulturerbestadt, blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück. Die Altstadt Goslars ist mit ihren ungefähr 1500 Fachwerkhäusern und dem historischen Erzbergwerk Rammelsberg zu einem sehr interessanten Reiseziel kulturinteressierter Menschen geworden. Beide wurden im Jahr 1992 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Zu den Baudenkmälern von nationaler Bedeutung gehören in Goslar die Kaiserpfalz, romanische Kirchenbauten und die Reste der eindrucksvollen Befestigungsanlagen. Darüber hinaus sind das Rathaus, die Gildehäuser, mittelalterliche Hospitäler, Patrizierhäuser und Bergarbeiterhäuser von großer Bedeutung. Das alles wollten wir uns unbedingt einmal ansehen und reisten deshalb in den Harz. Wir möchten Euch nun mit auf einen kleinen Rundgang durch die schöne Stadt Goslar nehmen.

Goslar hat eine sehr reizvolle Altstadt
Reizvolle Altstadt von Goslar

Die Altstadt Goslars war früher von einer Wehranlage umgeben und bestand aus einer inneren und äußeren Stadtmauer. Somit erhielt die äußere Stadtmauer ein Tor mit zwei mächtigen Rundtürmen. An diesem Tor begann auch die innere Stadtmauer. Direkt hinter der inneren Stadtmauer befand sich das „Breite Tor“. Das Breite Tor wurde 1443 erbaut und weitere 100 Jahre zu einem Bollwerk ausgebaut. Es war das bedeutendste und größte Tor Goslars. Das Tor an der äußeren Stadtmauer mit ihren zwei Türmen fiel zum großen Teil dem Abriss zum Opfer, da die Stadtmauer mit ihren Türmen die Verteidigungsfunktion im 18. und 19. Jahrhundert verloren hatte. Erhalten ist nun nur noch vom äußeren Tor der sogenannte rechte Rieslingturm mit seiner stattlichen Höhe von 21 m und einem Durchmesser von circa 20 Metern. Dieser sogenannte Außenzwinger beherbergt in der Außenwand des Torturms ein Kaiserrelief und Adler. Die Stadtmauer fiel ebenso zum großen Teil dem Abriss zum Opfer. Es sind nur nur Reste entlang der Glockengießergasse erhalten.

Nachdem wir durch das Breite Tor gegangen sind, befinden wir uns auf der Kornstraße, die wenig später zu Glockengießergasse wird. Zur rechten Hand zweigt eine kleine liebliche Gasse mit schönen Fachwerkhäusern ab. Sie heißt “An der Abzucht“. Nach wenigen Metern kommen wir zum Runenhaus. Zu erwähnen wäre noch, dass die Abzucht ein kleiner aus dem Harz kommender Fluss ist und sich oberhalb der Stadt Goslar mit dem Flüsschen Gose vereint. Die Gose war wohl auch der Namensgeber der Stadt Goslar.

Goslar, der Schuhhof
Goslar, der Schuhhof

Das Runenhaus erhielt seinen Namen, weil es an der Setzschwelle Runenzeichen erhielt. Es handelt sich bei diesem Haus um das ehemalige Färber-Gildehaus. Die 38 geschnitzten Runen sollen Meisterzeichen der organisierten Tuchmacher und Walker in der Gilde gewesen sein. Das Runenhaus wurde 1551 erbaut. Es blieb 1727 bei einem Großbrand vom Feuer verschont.

Unser Weg führt uns weiter entlang der Abzucht durch eine romantische Gasse. An der Schielenstraße verlassen wir die kleine Gasse und begeben uns zur Glockengießerstraße. Auf dem Eckgrundstück befindet sich das große Areal des St. Annenhauses.