Ein Besuch in Lüneburg

Lüneburg, die Salzstadt im Norden. Eintausend Jahre lang bestimmte Salz das Leben der Stadt. Die prächtigen Bürgerhäuser, die Kirchen und vieles mehr basieren auf dem Reichtum der Stadt Lüneburg durch das Salz. Die Stadt ist nach wie vor ein beliebtes Reiseziel. Der Grund dafür ist seit vielen Jahren die Verbundenheit Lüneburgs mit der erfolgreichen Telenovela „Rote Rosen“. Sie entsteht in einem Studio in Lüneburg.

Bummel durch die Altstadt von Lüneburg

Ein Rundgang durch die sehenswerte Altstadt ist sehr zu empfehlen. Natürlich suchen die Fans der Fernsehserie immer auch nach den Originalschauplätzen. Zum Beispiel nach dem Hotel „Drei Könige“, dem „Carlas“ oder anderen Orten. Auch der alte Krahn an der Ilmenau ist sehr sehenswert. Den in der Serie gezeigten „Salzmarkt“ gibt es dagegen nur im Studio.

Einige der Schauspieler kann man durchaus mal eben so oder bei den Aussendrehs in der Stadt treffen. Bei uns hat es jedenfalls geklappt. Gerry Hungbauer (Thomas) haben wir auf dem Wochenmarkt vor dem Rathaus getroffen und Maria Fuchs (Carla) vor einem Supermarkt. Wenn man die Schauspieler, die ja in ihrer Freizeit unterwegs sind, freundlich und zurückhaltend anspricht, reagieren diese sicher auch freundlich. Und dann gibt es ja auch noch einmal im Jahr das große Fantreffen in Lüneburg, zu dem tausende Besucher anreisen. Ansonsten ist Lüneburg voll auf die „Roten Rosen“ eingestellt. Es gibt Führungen und Rundfahrten. Erkundigt euch einfach vor Ort im Tourismusbüro.

Lüneburg mit dem Wohnmobil

Für Wohnmobile besonders interessant ist der Stellplatz „Sülzwiesen“. Denn von dort aus ist es nicht weit bis zur Altstadt. Ein angenehmer Stellplatz mit ebenen Flächen. Für 24 Stunden Parkzeit bezahlt man zur Zeit (März 2019) 13 Euro, inklusive Strom. Entsorgungsmöglichkeiten für Grauwasser und Chemieklo sind etwa 200 Meter entfernt. Wasser kostet 1,- Euro für 10 Minuten. Satellitenempfang ist nicht auf allen Plätzen möglich. Man bezahlt die Parkgebühr an einem Automaten. EC-Karte funktionierte bei unserem Besuch nicht. Also bitte Bargeld bereithalten. Der Platz „Sülzwiesen“ ist relativ ruhig gelegen. Ein großer Parkplatz mit An- und Abfahrten liegt direkt nebenan. An den Wochenenden ist der Stellplatz auch schon mal sehr voll.

Einkaufsmöglichkeiten sind in unmittelbarer Nähe vorhanden. Zum sehenswerten Salzmuseum ist es auch nicht weit.

Tipp: Unbedingt auf das Radfahrverbot in der Altstadt achten!

Unsere Meinung zum Stellplatz: Immer gerne wieder!

Webtipp: Website Lüneburg, Stellplatz 

Westerhever und Tönning

Ein Ort den wir immer wieder gerne aufsuchen ist Westerhever auf der Halbinsel Eiderstedt. Dort steht der wohl bekannteste Leuchtturm Deutschlands: Westerheversand. Ihr wisst schon, der mit den beiden kleinen Häuschen rechts und links. Man kann dort schöne Spaziergänge machen und sich mal ordentlich durchlüften lassen. Denn an der Nordsee weht ja fast immer eine frische Brise. Außerdem trifft man im Frühling auf tausende nordische Gänse, das ist immer wieder ein einzigartiges Erlebnis. St. Peter-Ording lassen wir wieder links liegen, es ist uns dort zu viel los. Wir lieben es gerne langweilig ruhig.

Westerhever – Durch die Salzwiesen

Ein schöner Spaziergang führt vom Parkplatz hinter dem Deich durch die Salzwiesen zum Leuchtturm. Den Weg bitte bei ablaufendem Wasser antreten, dann bleibt genug Zeit, auch wieder völlig trockenen Fußes wieder zum Parkplatz zurückzukommen. Die Luft ist erfüllt von den Rufen zahlreicher Vögel, die Wolkenkulisse wechselt sowieso alle paar Minuten und der Geruch der See ist wunderbar. Die nordischen Gänse wechseln in großen Schwärmen lautstark von einer Wiesenfläche zur anderen. Ein einmaliges Erlebnis. Im März sind sogar die Feldlerchen schon da. Wir genießen die wunderschöne Abendstimmung mit Leuchtturm. Die gute Luft an der See haut uns abends regelrecht um. Müde fallen wir früh in die Koje unseres Wohnmobils.

Wohnmobilstellplatz in Tönning. Mit Blick auf die Eider
Wohnmobilstellplatz in Tönning. Mit Blick auf die Eider

Von Westerhever nach Tönning

Auffällig und schön sind übrigens auf der Halbinsel Eiderstedt im Frühling die unzähligen Osterglocken, die an den Straßen blühen. Übernachtet haben wir auf dem „Wohnmobilstellplatz am Kapitänshaus“ in Tönning. Wenn man Glück hat oder vorher telefonisch reserviert, ergattert man einen der begehrten Plätze direkt am Wasser mit Blick auf die Eider. Die Übernachtung kostet auf diesem Platz 17 Euro, mit WLAN, Dusche, Entsorgung, Wasser und Strom. Die Stellplätze sind relativ eben.

Drei Minuten entfernt ist der historische Hafen von Tönning mit hübschen alten Häusern. Ebenfalls in der Nähe ist das Multimar Wattforum. (9 Euro Eintritt) Die Gegend eignet sich hervorragend für Radtouren. Wer Kirchen mag, kann zum Beispiel eine Rundtour zu zwanzig alten Kirchen auf Eiderstedt unternehmen. Oder von Tönning aus teilweise auf einem Radweg durch den Ort, dann am Deich entlang nach Kating. Ab Kating weiter auf dem Deich (Straße Am Watt) bis Katingsiel. Dort Einkehrmöglichkeit in der legendären Schankwirtschaft Wilhelm Andresen. Die historische Kachelstube mit Delfter Kacheln ist berühmt und der Eiergrog eine vielgelobte Spezialität. Wir haben den Besuch dort leider verpasst, weil wir erst danach gegoogelt haben was es für eine gaststätte ist. Schade. Aber dann bestimmt beim nächsten mal …

Wohnmobilstellplatz in Tönning direkt an der Eider
Wohnmobilstellplatz in Tönning direkt an der Eider

Dann geht es weiter bis zum NABU Naturschutzzentrum Katinger Watt. Dort gibt es Beobachtungshütten zur Vogelbeobachtung. Wir queren die Landstraße L305 und fahren am Wasser/Watt entlang in Richtung St. Peter-Ording. Dort hat man einen schönen Blick aufs Watt. Zurück entweder auf der selben Strecke fahren oder über das eindrucksvolle Eidersperrwerk. Wie beschrieben sind das etwa 32 Kilometer Strecke. Bis (fährt man bis St. Peter-Ording entsprechend mehr Kilometer)