Karpacz am Riesengebirge

Karpacz ist ein beliebter Ferienort in Polen, der im Riesengebirge (polnisch: Karkonosze) liegt. Die Stadt ist bekannt für ihre malerische Lage, die frische Bergluft und die zahlreichen Outdoor-Aktivitäten, die sowohl im Sommer als auch im Winter angeboten werden. Die Region zieht Wanderer, Skifahrer, Naturliebhaber und Kulturinteressierte gleichermaßen an.

Stabkirche Wang in Karpacz Polen
Stabkirche Wang in Karpacz

Stabkirche Wang

Ein herausragendes kulturelles und historisches Highlight in Karpacz ist die Stabkirche Wang (polnisch: Świątynia Wang). Diese beeindruckende Kirche wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert in Norwegen erbaut und im 19. Jahrhundert nach Karpacz verlegt. Die Kirche ist ein hervorragendes Beispiel für nordische Holzarchitektur und zieht Besucher aus aller Welt an. Sie ist nicht nur ein religiöses Gebäude, sondern auch ein architektonisches Juwel, das mit kunstvollen Holzschnitzereien und einer einzigartigen Atmosphäre beeindruckt.

Karpacz am Riesengebirge
So liegt Karpacz am Riesengebirge.

Riesengebirge

Das Riesengebirge ist eine malerische Gebirgskette an der Grenze zwischen Polen und Tschechien. Es ist das höchste Gebirge in der Sudeten-Gebirgskette und beherbergt den höchsten Gipfel, die Schneekoppe (polnisch: Śnieżka), die 1.603 Meter hoch ist. Das Gebiet ist ein Paradies für Outdoor-Enthusiasten, die hier Wanderwege, Radwege und im Winter Skigebiete vorfinden. Der Nationalpark Riesengebirge schützt die einzigartige Flora und Fauna der Region und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Naturbeobachtung.

Camp66 in der Nähe von Karpacz am Riesengebirge
Camp66 in der Nähe von Karpacz

Campingplatz „Camp66“

Für Besucher, die die Natur hautnah erleben möchten, gibt es mehrere Campingplätze in und um Karpacz. Einer der beliebten Plätze ist der Campingplatz „Camp66“, der eine idyllische Lage am Fuße des Riesengebirges bietet. Der Platz ist gut ausgestattet mit modernen Annehmlichkeiten wie Sanitäranlagen, Stromanschlüssen und WLAN. Er bietet Stellplätze für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile sowie gemütliche Hütten zur Miete. Die Nähe zur Natur und die ruhige Umgebung machen den Campingplatz zu einem idealen Ausgangspunkt für Wanderungen, Mountainbiketouren und andere Outdoor-Aktivitäten.

Campingplatz "Camp66"
„Camp66“ – Blick über den Campingplatz

Adresse: Widokowa 9, 58-534 Ściegny, Polen. –  Website

Fazit Karpacz

Karpacz und seine Umgebung bieten eine vielfältige Mischung aus Natur, Kultur und Freizeitmöglichkeiten. Die Stabkirche Wang ist ein kulturelles Highlight, das die reiche Geschichte und Architektur der Region widerspiegelt. Das Riesengebirge lädt zu zahlreichen Outdoor-Abenteuern ein und der nahegelegene Campingplatz bietet eine komfortable Möglichkeit, die Schönheit der Region zu genießen. Egal ob für einen Kurzurlaub oder einen längeren Aufenthalt, Karpacz ist ein lohnendes Reiseziel für jeden Naturliebhaber und Kulturbeflissenen.

Und hier wieder ein Auszug aus unserem Reisetagebuch:

Mittwoch, 4. Oktober 2023

Riesengebirge und Schneekoppe

Wir fahren von Kudowa Zdroj über Nebenstrassen eine Abkürzung durch Tschechien und erreichen Polen wieder beim Ort Chelmsko Slaskie. Oberhalb von diesem Ort gibt es einen Aussichtspunkt mit einem wunderbaren Blick über die Niederschlesische Landschaft. In einiger Entfernung sieht man höhere Berge des Riesengebirges mit der Schneekoppe. Die werden wir bald erreichen. Unser Ziel ist der Ort Karpacz. Dort gibt es eine norwegische Stabkirche.

Wir wählen in Karpacz als Stellplatz das Camping Camp66 aus. Von diesem Platz aus hat man einen Panoramablick auf das Riesengebirge mit der 1603 Meter hohen Schneekoppe. Sie ist der höchste Gipfel des Riesengebirges und der höchste Berg der Sudeten.

Camping Camp66

Wir werden freundlich von einem Mitarbeiter empfangen, der zu unserer Freude gut Englisch spricht. Da fällt mir immer ein Stein vom Herzen, so ist Kommunikation um einiges leichter. Wir zahlen 75 Zloty für eine Übernachtung. Alles ausser Strom ist inklusive. Gelände relativ schattenarm. Wiese. Relativ eben. Aber mit tollem Panorama auf das Riesengebirge. Platz hat parzellierte Plätze. Wasseranschlüsse nicht weit entfernt. Strom. Ver- und Entsorgung. Aufenthaltsraum, Küche zur Benutzung. Einfaches Restaurant. Waschmaschine und guter Trockner. Kartenzahlung ok.

Wetter: 15 / 9 °C
☀️ Sonnenaufgang: 07:02 Sonnenuntergang: 18:31
Mondphase: 🌖 Abnehmender Dreiviertelmond
Ort: 50.793579, 15.769502

Blick vom Camp66 auf das Riesengebirge mit der Schneekoppe
Blick vom Camp66 auf das Riesengebirge mit der Schneekoppe

Felsenlabyrinth und Kurort Kudowa-Zdroj

Kudowa-Zdrój, im Südwesten Polens nahe der tschechischen Grenze gelegen, ist ein traditionsreicher Kurort, der für seine heilenden Mineralquellen bekannt ist. Eingebettet in die malerische Landschaft des Heuscheuergebirges (Góry Stołowe), bietet Kudowa-Zdrój eine perfekte Mischung aus natürlicher Schönheit und historischer Bedeutung.

Der Kurort hat eine lange Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Die mineralhaltigen Quellen von Kudowa-Zdrój wurden schon damals für ihre heilenden Eigenschaften geschätzt, insbesondere bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen. Heute bietet der Ort eine Vielzahl von modernen Spa- und Wellness-Einrichtungen, die Kurgäste aus aller Welt anziehen.

Neben den heilenden Quellen besticht Kudowa-Zdrój durch seine charmante Architektur und gut erhaltenen Parkanlagen. Der Kurpark, ein weitläufiger und gepflegter Bereich mit Springbrunnen, Blumenbeeten und Spazierwegen, lädt zum Verweilen und Erholen ein. Inmitten des Parks befindet sich das historische Trinkhaus, in dem die verschiedenen Mineralwässer probiert werden können.

Lest bitte weiter in unserem Reisetagebuch

Sonntag, 1. Oktober 2023  – Wir fahren mittags von unserem Stellplatz „Herbergerowa“ bei Duszniki Zdroj los und wollen zum Felsenlabyrinth „Bledne Skaly“. Dafür geht es über eine relativ schmale Strasse durch einige kleine Dörfer in die Berge bis wir hinter Ledzydce die Strasse 387 erreichen. Wir folgen dieser und biegen kurz darauf nach rechts ab. Dort kommen wir an einer Schranke an, der Verkehr kann ab dort nur jeweils in eine Richtung erfolgen, weil die Strasse zum Parkplatz des Labyrinths nur sehr schmal ist. Jeweils zur vollen Stunde dürfen Autos hochfahren und zur halben Stunde von oben herunter. Die Strassenbenutzung ist gebührenpflichtig und kostet 30 Zloty. Die Strasse ist mässig ansteigend und in streckenweise schlechtem Zustand.

Oben angekommen kann man auf einem grossen Parkplatz stehen und zum Felslabyrinth laufen. Vorher gibt es noch eine tolle Aussicht bis weit nach Tschechien hinein zu geniessen.

Dann das Labyrinth. Der Zugang erfolgt nach dem Tickethäuschen über einen gerade für ältere Menschen etwas anstrengenden Part mit Steinstufen oder gebogenen Felsen. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten geht es dann auf einem schmalen Bohlensteg durch das faszinierende Felsenlabyrinth. Fantastische Steinformationen und enge Felsdurchgänge sind beeindruckend. An manchen Stellen muss man sich durchzwängen oder auch schon mal etwas kleiner machen.

Nach dem Besuch geht es auf der abenteuerlichen Strasse wieder runter bis zur Strasse 387 und wir biegen ab in Richtung des Kurortes Kudowa-Zdroj. Dort haben wir einen Stellplatz entdeckt, der sich als sehr schön erweist. Sein Name:

Sudeckie Chaty i Smazalnia

Der Platz liegt sehr schön, sehr sonnig, Rasen, freilaufende Hühner und Pfauen, Ferienhäuschen, Kinderspielplatz, grosse Modelle einer Windmühle vom Betreiber Piotr selbst gebaut. Dazu noch eine Burg mit Drachen. Sehr hübsch und eine kleine Attraktion. Ausserdem hat Piotr eine grosse sehenswerte Sammlung von teils uralten Haushaltsgeräten, Landmaschinen, Werkzeugen und vielem mehr zusammengetragen. Sehr schön. Schräg gegenüber gibt es ein Restaurant. (Schliesst um 20 Uhr)

Ver- und Entsorgung, Frischwasser, Strom sind vorhanden. SAT ok, Untergrund flach, Kassettenentleerung geht. Fussweg in das Zentrum des Kurortes ca. 15 Minuten. Man läuft durch den schönen Kurpark mit See und Wasserfontäne und Heilwasserquelle bis hin zur Trinkhalle aus dem Jahr 1931.

Drohnenkarte Polen

Wetter: 17 / 7 °C
☀️ Sonnenaufgang: 06:55 Sonnenuntergang: 18:36
Mondphase: 🌖 Abnehmender Dreiviertelmond
Ort: 50.443058, 16.253736

Kudowa-Zdroj der hübsche kleine Kurort liegt in Niederschlesien in Südpolen
Kudowa-Zdroj der hübsche kleine Kurort liegt in Niederschlesien in Südpolen. Das Barockschloss aus dem 18. Jahrhundert ist heute ein Sanatorium

Montag, 2. Oktober 2023

Kudowa-Zdroj, der Kurort

Kudowa-Zdrój (deutsch Bad Kudowa, älter auch Bad Cudowa, ist ein Kurort im Powiat Kłodzki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es ist eines der ältesten Heilbäder des Glatzer Landes und Niederschlesiens. Auf unserer Fahrt durch Schlesien wollten wir auch sowas mal sehen.

Am Vormittag sehen wir uns den Ort an und starten im weitläufigen Kurpark mit seiner einen Kilometer langen Promenade.

Im Ort gibt es viele Restaurants und Eisdielen. Leckeren Kuchen gab es für uns im Cafe Sissi in der Trinkhalle. Eine sehr leckere Pizza hatten wir im Restauracja Merkury. Darüber hinaus mit gutem Service. Die Bedienung riet uns, eine grosse Pizza (60 x 20 cm) zu nehmen, statt für jeden jeweils eine kleine. Das wäre günstiger. Toll, dazu gab es leckerstes Knoblauchöl. Und wenn ich schon mal den kompletten Rand der Pizza mitesse heisst das etwas! Die Einrichtung des Merkury ist übrigens geschmackvoll modern.

Wir essen Pizza in Kudowa-Zdroj in Niederschlesien
Wir essen Pizza in Kudowa-Zdroj in Niederschlesien

Nur knapp einen Kilometer vom Stellplatz entfernt liegt die bekannte Schädelkapelle. Man braucht also nicht dorthin fahren und die teuren Parkgebühren bezahlen sondern hat einen kurzen Fussweg vom Stellplatz aus.

Wetter: 21 / 10 °C
☀️ Sonnenaufgang: 06:57 Sonnenuntergang: 18:34
Mondphase: 🌖 Abnehmender Dreiviertelmond
Ort: 50.448975, 16.235923

Chris und Sylvia Womotraum in Niederschlesien

Dienstag, 3. Oktober 2023

Schädelkapelle und Freilichtmuseum

Heute wollen wir uns etwas in Polen einmaliges ansehen. Es geht um eine kleine Friedhofskapelle in Czermna. Sie wurde 1776 bis 1804 von Pfarrer Wenzel Tomaschek mit finanzieller Unterstützung des damaligen Patrons Graf Leopold von Leslie erbaut. Wände und Decke der Kapelle sind mit etwa 3000 gebleichten Totenschädeln und anderen Menschenknochen bedeckt. Weitere 20.000 Knochenteile liegen in der Gruft der Kapelle. Sie sollen aus Massengräbern der näheren Umgebung stammen, in denen die Opfer von Pest- und Choleraepidemien, aber auch von Gefallenen des Dreißigjährigen Krieges und der Schlesischen Kriege bestattet worden waren. (Quelle:Wikipedia).

Das Erlebnis, diesen einmaligen Ort zu besuchen, ist sehr eindrucksvoll. Die Führung findet leider nur in Polnisch statt, es gibt aber ein Blatt in deutscher Sprache zum Mitlesen. An diesem heiligen Ort darf nicht fotografiert werden. Virtuell könnt ihr auf einer polnischen Website in die Kapelle, den Link findet ihr am Endes des heutigen Eintrags.

Danach geht es weiter zum Freilichtmuseum für Volkskunst der Sudeten in Mala Cermna. Man hat in diesem Museum Gebäude aus der Region zusammengetragen und dort wieder aufgebaut. Und da uns immer interessiert, wie die Menschen in vergangenen Zeiten gelebt haben, besuchen wir dieses Museum gerne. Wir schauen uns die einzelnen Häuser an und bewundern die vielen und teilweise ungewöhnlichen Alltagsgegenstände. Anziehsachen, Haushaltsgeräte, Landmaschinen, Werkzeuge und vieles mehr. Das Museum liegt an einem Hang, sodass es etwas anstrengend ist, zu laufen. Teilweise auch etwas steil. Auf einer Anhöhe steht eine Windmühle und von dort aus erblickt man in der Ferne eine Bergkette, zu der auch die Schneekoppe zählt. Aber dazu später mehr.

Virtueller Blick in die Schädelkapelle: https://www.czermna.pl/#!/

Wetter: 23 / 13 °C
☀️ Sonnenaufgang: 06:58 Sonnenuntergang: 18:32
Mondphase: 🌖 Abnehmender Dreiviertelmond
Ort: 50.448761, 16.236068

Fazit Kudowa-Zdrój

Kudowa-Zdrój, mit seiner Kombination aus heilenden Mineralquellen, historischen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Attraktionen, ist ein vielseitiges Reiseziel. Der Kurort bietet Erholung und Wellness in einer idyllischen Umgebung, während die Schädelkapelle und das Freilichtmuseum tiefe Einblicke in die Geschichte und Kultur der Region gewähren. 

Mehr aus Polen