Felsenlabyrinth und Kurort Kudowa-Zdroj

Kudowa-Zdrój, im Südwesten Polens nahe der tschechischen Grenze gelegen, ist ein traditionsreicher Kurort, der für seine heilenden Mineralquellen bekannt ist. Eingebettet in die malerische Landschaft des Heuscheuergebirges (Góry Stołowe), bietet Kudowa-Zdrój eine perfekte Mischung aus natürlicher Schönheit und historischer Bedeutung.

Der Kurort hat eine lange Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Die mineralhaltigen Quellen von Kudowa-Zdrój wurden schon damals für ihre heilenden Eigenschaften geschätzt, insbesondere bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen. Heute bietet der Ort eine Vielzahl von modernen Spa- und Wellness-Einrichtungen, die Kurgäste aus aller Welt anziehen.

Neben den heilenden Quellen besticht Kudowa-Zdrój durch seine charmante Architektur und gut erhaltenen Parkanlagen. Der Kurpark, ein weitläufiger und gepflegter Bereich mit Springbrunnen, Blumenbeeten und Spazierwegen, lädt zum Verweilen und Erholen ein. Inmitten des Parks befindet sich das historische Trinkhaus, in dem die verschiedenen Mineralwässer probiert werden können.

Lest bitte weiter in unserem Reisetagebuch

Sonntag, 1. Oktober 2023  – Wir fahren mittags von unserem Stellplatz „Herbergerowa“ bei Duszniki Zdroj los und wollen zum Felsenlabyrinth „Bledne Skaly“. Dafür geht es über eine relativ schmale Strasse durch einige kleine Dörfer in die Berge bis wir hinter Ledzydce die Strasse 387 erreichen. Wir folgen dieser und biegen kurz darauf nach rechts ab. Dort kommen wir an einer Schranke an, der Verkehr kann ab dort nur jeweils in eine Richtung erfolgen, weil die Strasse zum Parkplatz des Labyrinths nur sehr schmal ist. Jeweils zur vollen Stunde dürfen Autos hochfahren und zur halben Stunde von oben herunter. Die Strassenbenutzung ist gebührenpflichtig und kostet 30 Zloty. Die Strasse ist mässig ansteigend und in streckenweise schlechtem Zustand.

Oben angekommen kann man auf einem grossen Parkplatz stehen und zum Felslabyrinth laufen. Vorher gibt es noch eine tolle Aussicht bis weit nach Tschechien hinein zu geniessen.

Dann das Labyrinth. Der Zugang erfolgt nach dem Tickethäuschen über einen gerade für ältere Menschen etwas anstrengenden Part mit Steinstufen oder gebogenen Felsen. Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten geht es dann auf einem schmalen Bohlensteg durch das faszinierende Felsenlabyrinth. Fantastische Steinformationen und enge Felsdurchgänge sind beeindruckend. An manchen Stellen muss man sich durchzwängen oder auch schon mal etwas kleiner machen.

Nach dem Besuch geht es auf der abenteuerlichen Strasse wieder runter bis zur Strasse 387 und wir biegen ab in Richtung des Kurortes Kudowa-Zdroj. Dort haben wir einen Stellplatz entdeckt, der sich als sehr schön erweist. Sein Name:

Sudeckie Chaty i Smazalnia

Der Platz liegt sehr schön, sehr sonnig, Rasen, freilaufende Hühner und Pfauen, Ferienhäuschen, Kinderspielplatz, grosse Modelle einer Windmühle vom Betreiber Piotr selbst gebaut. Dazu noch eine Burg mit Drachen. Sehr hübsch und eine kleine Attraktion. Ausserdem hat Piotr eine grosse sehenswerte Sammlung von teils uralten Haushaltsgeräten, Landmaschinen, Werkzeugen und vielem mehr zusammengetragen. Sehr schön. Schräg gegenüber gibt es ein Restaurant. (Schliesst um 20 Uhr)

Ver- und Entsorgung, Frischwasser, Strom sind vorhanden. SAT ok, Untergrund flach, Kassettenentleerung geht. Fussweg in das Zentrum des Kurortes ca.15 Minuten. Man läuft durch den schönen Kurpark mit See und Wasserfontäne und Heilwasserquelle bis hin zur Trinkhalle aus dem Jahr 1931.

Drohnenkarte Polen

Wetter: 17 / 7 °C
☀️ Sonnenaufgang: 06:55 Sonnenuntergang: 18:36
Mondphase: 🌖 Abnehmender Dreiviertelmond
Ort: 50.443058, 16.253736

Kudowa-Zdroj der hübsche kleine Kurort liegt in Niederschlesien in Südpolen
Kudowa-Zdroj der hübsche kleine Kurort liegt in Niederschlesien in Südpolen. Das Barockschloss aus dem 18. Jahrhundert ist heute ein Sanatorium

Montag, 2. Oktober 2023

Kudowa-Zdroj, der Kurort

Kudowa-Zdrój (deutsch Bad Kudowa, älter auch Bad Cudowa, ist ein Kurort im Powiat Kłodzki in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Es ist eines der ältesten Heilbäder des Glatzer Landes und Niederschlesiens. Auf unserer Fahrt durch Schlesien wollten wir auch sowas mal sehen.

Am Vormittag sehen wir uns den Ort an und starten im weitläufigen Kurpark mit seiner einen Kilometer langen Promenade.

Trinkhalle, Kurhotel Fürstenhof, Schloss

Im Ort gibt es viele Restaurants und Eisdielen. Leckeren Kuchen gab es für uns im Cafe Sissi in der Trinkhalle. Eine sehr leckere Pizza hatten wir im Restauracja Merkury. Darüber hinaus mit gutem Service. Die Bedienung riet uns, eine grosse Pizza (60 x 20 cm) zu nehmen, statt für jeden jeweils eine kleine. Das wäre günstiger. Toll, dazu gab es leckerstes Knoblauchöl. Und wenn ich schon mal den kompletten Rand der Pizza mitesse heisst das etwas! Die Einrichtung des Merkury ist übrigens geschmackvoll modern.

Wir essen Pizza in Kudowa-Zdroj in Niederschlesien
Wir essen Pizza in Kudowa-Zdroj in Niederschlesien

Nur knapp einen Kilometer vom Stellplatz entfernt liegt die bekannte Schädelkapelle. Man braucht also nicht dorthin fahren und die teuren Parkgebühren bezahlen sondern hat einen kurzen Fussweg vom Stellplatz aus.

Wetter: 21 / 10 °C
☀️ Sonnenaufgang: 06:57 Sonnenuntergang: 18:34
Mondphase: 🌖 Abnehmender Dreiviertelmond
Ort: 50.448975, 16.235923

Chris und Sylvia Womotraum in Niederschlesien

Dienstag, 3. Oktober 2023

Schädelkapelle und Freilichtmuseum

Heute wollen wir uns etwas in Polen einmaliges ansehen. Es geht um eine kleine Friedhofskapelle in Czermna. Sie wurde 1776 bis 1804 von Pfarrer Wenzel Tomaschek mit finanzieller Unterstützung des damaligen Patrons Graf Leopold von Leslie erbaut. Wände und Decke der Kapelle sind mit etwa 3000 gebleichten Totenschädeln und anderen Menschenknochen bedeckt. Weitere 20.000 Knochenteile liegen in der Gruft der Kapelle. Sie sollen aus Massengräbern der näheren Umgebung stammen, in denen die Opfer von Pest- und Choleraepidemien, aber auch von Gefallenen des Dreißigjährigen Krieges und der Schlesischen Kriege bestattet worden waren. (Quelle:Wikipedia).

Das Erlebnis, diesen einmaligen Ort zu besuchen, ist sehr eindrucksvoll. Die Führung findet leider nur in Polnisch statt, es gibt aber ein Blatt in deutscher Sprache zum Mitlesen. An diesem heiligen Ort darf nicht fotografiert werden. Virtuell könnt ihr auf einer polnischen Website in die Kapelle, den Link findet ihr am Endes des heutigen Eintrags.

Danach geht es weiter zum Freilichtmuseum für Volkskunst der Sudeten in Mala Cermna. Man hat in diesem Museum Gebäude aus der Region zusammengetragen und dort wieder aufgebaut. Und da uns immer interessiert, wie die Menschen in vergangenen Zeiten gelebt haben, besuchen wir dieses Museum gerne. Wir schauen uns die einzelnen Häuser an und bewundern die vielen und teilweise ungewöhnlichen Alltagsgegenstände. Anziehsachen, Haushaltsgeräte, Landmaschinen, Werkzeuge und vieles mehr. Das Museum liegt an einem Hang, sodass es etwas anstrengend ist, zu laufen. Teilweise auch etwas steil. Auf einer Anhöhe steht eine Windmühle und von dort aus erblickt man in der Ferne eine Bergkette, zu der auch die Schneekoppe zählt. Aber dazu später mehr.

Virtueller Blick in die Schädelkapelle: https://www.czermna.pl/#!/

Wetter: 23 / 13 °C
☀️ Sonnenaufgang: 06:58 Sonnenuntergang: 18:32
Mondphase: 🌖 Abnehmender Dreiviertelmond
Ort: 50.448761, 16.236068

Fazit Kudowa-Zdrój

Kudowa-Zdrój, mit seiner Kombination aus heilenden Mineralquellen, historischen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Attraktionen, ist ein vielseitiges Reiseziel. Der Kurort bietet Erholung und Wellness in einer idyllischen Umgebung, während die Schädelkapelle und das Freilichtmuseum tiefe Einblicke in die Geschichte und Kultur der Region gewähren. 

Swidnica und die Friedenskirche

Donnerstag, 28. September 2023 – Heute ist der Tag der Abreise aus dem beeindruckenden Krakau. Es geht erst einmal zurück in Richtung Breslau und dann nach Swidnica in Schlesien. Dort wollen wir uns die Friedenskirche ansehen.

Wir frühstücken und machen uns fertig, sodass wir kurz nach zwölf Uhr in Richtung Breslau abfahren und auch gut durchkommen. Bei erträglichem Verkehr sind wir nach vier Stunden in Breslau und stauen uns erst einmal eine halbe Stunde durch die Stadt. Der Campingplatz am Olympiastadion hat nur noch bis zum 30. September auf und so können wir dort noch einmal stehen.

Wir fahren mit der Tram wieder in die Altstadt um nochmals im Schweidnitzer Keller essen zu gehen. Es ist viel los, fast alle Tische draußen sind besetzt und auch im Keller sind die Räume gut besetzt.

Wie immer herrscht eine angenehme trubelige Stimmung auf dem Marktplatz, die wir genießen. Das Essen war wieder sehr gut und wir hatten bei warmen Temperaturen einen schönen Spätsommerabend.

Am Freitag wollen wir weiter nach Schlesien. Ein ganz besonders Bauwerk steht auf unserem Programm.

Wetter: 26 / 13 °C
☀️ Sonnenaufgang: 06:47 Sonnenuntergang: 18:39
Mondphase: 🌔 Zunehmender Dreiviertelmond
Ort: 51.116638, 17.092603

Eine Straße in der schlesischen Stadt Swidnica - Schweidnitz
Eine Straße in der schlesischen Stadt Swidnica

Freitag, 29. September 2023

Swidnica

Fahren kurz nach zwölf Uhr aus Breslau ab. Es geht durch eine scheinbar ständig zugestaute Stadt zu unserem nächsten Ziel. Endlich erreichen wir den Stadtrand und nach einem Stück auf der Straße 4 geht es auf eine schmalere Landstrasse in Richtung Swidnica. Nach einigen Kilometern kommen die ersten Berge im Dunst am Horizont in Sicht. Wir freuen uns, auch mal ganz andere Landschaften Polens kennenzulernen. Bald erreichen wir die Stadt Swidnica und fahren einen kleinen Campingplatz an. Die Übernachtung kostet 54 Zloty. Doch leider schliesst der Platz am 30. September und wir können nicht länger bleiben. Schade bei dem Preis.

Camping 231, Adresse: Dolnośląskie. 58-100 Świdnica. ul. Śląska 37

Deshalb müssen wir etwas aufs Tempo drücken. Wir machen uns rasch fertig für einen Stadtrundgang. Das wichtigste Ziel ist für uns die Friedenskirch, eine riesige Fachwerkkirche. Sie ist die größte Europas und Bestandteil des UNESCO Welterbes.

Swidnica – Die Friedenskirche ist Weltkulturerbe

Wetter: 25 / 13 °C
☀️ Sonnenaufgang: 06:51 Sonnenuntergang: 18:40
Mondphase: 🌕 Vollmond
Ort: 50.832245, 16.489187

Webtipps:

Friedenskirche   

Swidnica, Blick in die Friedenskirche, die größte Fachwerkkirche Europas
Swidnica, Blick in die Friedenskirche, die größte Fachwerkkirche Europas

Samstag, 30. September 2023

Von Swidnica nach Duszniki Zdroj

Wir verlassen Swidnica gegen 13 Uhr und fahren in Richtung Süden, wo es langsam nicht mehr so flach ist und sich Höhenzüge ankündigen. Wir überqueren auf einer schmalen und schlechten Strasse einen Teil des Eulengebirges, das ein Teil der schlesischen Mittelsudeten ist. Die Berge werden höher und die Landschaft verändert sich ziemlich. Das flache Polen liegt hinter uns. (Ich hoffe, die Berge sind richtig beschrieben)

Wir fahren durch eine leicht bergige Landschaft, das Wetter ist wieder sehr schön geworden. Als nächstes stellt sich die Frage nach einem Übernachtungsplatz. Zwei Plätze die wir anfuhren existierten einfach nicht mehr. Mit Mühe und Not fanden wir noch einen Platz in der Nähe. Wieder hat sich gezeigt, dass man mehrere Camping-Apps nutzen muss, um einen Platz zu finden. Wir nutzen Stellplatz Radar, Camper Contact und die Umgebungssuche von Google und nicht so gerne Park4night. Der Grund ist vielfach die Qualität der aufgeführten Freisteh-Plätze. Wir haben das mal für unsere eigene Umgebung gecheckt und würden an den eingetragenen Plätzen als Locals kaum jemals schlafen wollen, weil wir die Gegend kennen. Aber trotz allem haben wir auch bei Park4night schon einige gute, allerdings nur offizielle, Plätze gefunden.

Campingplatz in der schlesischen Stadt Swidnica
Auf dem Campingplatz von Swidnica haben wir einen guten Stellplatz

Der Platz, den wir auf unserer Fahrt durch Niederschlesien finden heißt „Herbergerowka“ (Słoszów 7, 57-340 Słoszów, Polen) liegt in Duszniki-Zdroj. Hier lernen wir mal das einfache Polen kennen. Ein Restaurant, sehr einfach. Eine etwas missmutig dreinschauende und ein Lächeln strikt vermeidende Servicekraft steht hinter dem Tresen. Sie spricht leider keine Fremdsprache. Dann hilft ein freundlicher Mann aus, der eventuell der Chef sein könnte. Er redet auf Polnisch mit mir, was ich natürlich leider nicht verstehe, die Bedeutung aber erahnen kann. Er meint wohl, dass man bei ihm kostenlos übernachten kann und zeigt mir die Duschen und eine Toilette. Beides in, sagen wir mal, sehr einfachem Zustand. Aber trotzdem landschaftlich ein schöner Platz.

Wir bleiben, der Platz liegt in 655 Metern Höhe, es hat sich im Vergleich mit den letzten Tagen ziemlich abgekühlt. Als freundliche Geste gehen wir doch im Restaurant etwas essen. Sylvia bestellt eine gemischte Pizza, ich Piroggi. Wie sich herausstellen wird, sind die Teigtaschen ausschließlich mit Fischfüllung. Mit Getränken kostet das knapp 20 Euro für uns beide. Also deutlich weniger als in den Touristenstädten, wenn man das Essen natürlich auch vom Niveau her nicht miteinander vergleichen konnte.

Blick über einen Teil der schlesischen Stadt Swidnica
Blick über einen Teil der schlesischen Stadt Swidnica

Am Abend wird im Wohnmobil noch etwas am neuesten Video gearbeitet und Tagebuch geschrieben. In den nächsten Tagen wollen wir uns diesen Teil Niederschlesiens ansehen. Die Natur und mehr.

Wetter: 18 / 9 °C
☀️ Sonnenaufgang: 06:52 Sonnenuntergang: 18:37
Mondphase: 🌖 Abnehmender Dreiviertelmond
Ort: 50.405977, 16.609052